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Sonntag, 18. November 2018

Handschriftlicher Entwurf beweist, dass die Bibel ein Werk der Phantasie ist







Ein früher Bibelentwurf wurde an der Universität von Cambridge in Großbritannien entdeckt, der als eine der bedeutendsten Entdeckungen der modernen Geschichte gilt. Der handschriftliche Entwurf wurde gefunden, nachdem er zuvor in einem Archiv falsch beschriftet worden und dadurch jahrzehntelang unentdeckt geblieben war.

Das Buch wurde von führenden Experten als frühes Werk der King-James-Bibel bestätigt, die eines der einflussreichsten und meistgelesenen Bücher in englischer Sprache ist.

Die Entdeckung wurde als endgültiger Beweis dafür gefeiert, dass es sich beim Inhalt der Bibel um eine Erfindung handelt, da sie einen Prozess des Überarbeitens, Kürzens und dann mehr des Umschreibens zeigt, was dem populären Glauben widerspricht, wonach das Buch das „himmlische Wort Gottes“ ist. Die King-James-Bibel, oder einfach die Autorisierte Version, ist eine englische Übersetzung der christlichen Bibel für die Church of England, die Bücher aus dem Alten und Neuen Testament sowie andere christliche Schriften kombiniert.

Die Notizen und Kommentare im kürzlich entdeckten Entwurf dieses Buches zeigen, wie „beste Stücke“ aus den Originalbüchern ausgewählt und dann verschönert, übertrieben oder neu geschrieben wurden, um „besseres Lesen“ zu ermöglichen. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Abschnitte auf Befehl des Königs so geschrieben wurden, dass sie der Vorstellung entsprechen würden, dass die königliche Blutlinie eine göttliche war, um dem „gewöhnlichen“ Volk den falschen Glauben einzuflößen, dass die Hierarchie der herrschenden Eliten gerechtfertigt sei. Das Notizbuch mit dem Entwurf wurde von einem amerikanischen Wissenschaftler, Jeffrey Alan Miller, einem Assistenzprofessor für Englisch an der Montclair State University in New Jersey, gefunden, der seine Forschung in einem Artikel in der Times Literaturbeilage bekanntgab. Miller recherchierte für ein Essay über Samuel Ward, einen der King-James-Übersetzer, und hoffte, einen unbekannten Brief im Archiv zu finden

Man kann zwar sagen, dass er dieses Ziel erreicht hat, aber er hatte definitiv nicht erwartet, den frühesten Entwurf der King-James-Bibel zu finden – der nun neue Einblicke darin gibt, wie die Bibel entstanden ist. Als er auf das Notizbuch stieß, wusste er zunächst nicht, um was es sich handelte – es war falsch beschriftet. Das ist der Gurnd, warum es zuvor niemand gefunden hatte. Er war in den 1980er Jahren als „Vers-für-Vers“ Bibel-Kommentar mit „griechischen Wortstudien und einigen hebräischen Notizen“ katalogisiert worden. Als er vergeblich versuchte, herauszufinden, auf welche Passagen der Bibel sich der Kommentar bezog, wurde ihm klar, dass es sich um keinen Kommentar handelte – es war vielmehr ein früher Entwurf eines Teils der King-James-Version der Bibel selbst.


Professor Miller beschrieb, wie es sich anfühlte, als ihm klar wurde, was er da in seinen Händen hielt: „Das war wie eine Art Donnerschlag, ein Sprung aus der Badewanne. Aber dann kommt der mühsamere Prozess, um sicherzustellen, dass man zu 100 Prozent recht hat.“ Das Material in dem von Miller entdeckten Manuskript betrifft die zweifelhaften Bücher Esdras und der Weisheit und scheint zu zeigen, dass der Übersetzungsprozess in Cambridge völlig anders funktioniert hat, als Forscher bislang angenommen hatten. Bisher war man davon ausgegangen, dass sechs verschiedene Teams, d.h. Unternehmen von Übersetzern, eher kollaborativ als individuell gearbeitet hatten. Doch dieser Entwurf verwirft diese Vorstellung.

Ward’s Entwurf scheint darauf hinzudeuten, dass Leuten einzelne Abschnitte der Bibel zugewiesen wurden und sie diese dann jeweils fast ausschließlich eigenständig bearbeitet haben – gewiss ein gewaltiges Unterfangen. Man sollte meinen, dass dies dazu führen würde, dass Menschen anfälliger für Fehler werden. Tatsächlich bemerkte Professor Miller urkomisch, der Entwurf lege nahe, dass Ward für einen anderen Übersetzer eingesprungen war. Das zeigt wirklich, wie menschlich der gesamte Arbeitsablauf war, so seine Meinung. „Einige von ihnen, die typische Akademiker waren, haben sich in diese Arbeit gestürzt oder aber einfach beschlossen, es nicht zu tun. Das zeugt wirklich von der menschlichen Komponente dieser Art von großem Vorhaben.“

Während dieser Befund sicherlich nicht die Existenz Gottes widerlegt, zeigt er doch, dass die Übersetzer der Bibel beim ersten Mal kein fertiges Produkt hinbekommen haben – es war kein Spaziergang im Park mit einem Engel über ihren Schultern, der ihnen gesagt hätte, was sie schreiben sollen. Es liefert jedoch den endgültigen Beweis dafür, dass die Bibel nicht das „eigentliche Wort Gottes“ ist und dass die Worte in der Bibel nicht wörtlich genommen werden sollten. Das Ergebnis zeigt deutlich, wie Menschen zur Unterwerfung manipuliert werden können, indem man Geschichten von anderen Menschen auftischt, die sich berühmen, „göttliche Kräfte“ zu haben, um sie zu beherrschen, und zwar in einer Weise, die gewissermaßen dem ähnelt, wie Regierungen heutzutage die Massenmedien nutzen, um die Öffentlichkeit zu steuern. Dieses Buchprojekt umfasste viele verschiedene Personen, die getrennt arbeiteten – und sie litten oftmals unter von Menschen verursachten Schwierigkeiten, wie etwa der Einhaltung von Fristen. Eigentlich, wenn man einmal darüber nachdenkt, klingt das gar nicht so viel anders als der Arbeitsalltag von Autoren in der heutigen Berufswelt.


Quelle: http://derwaechter.org/

 

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